9. März 1940: „Polnische Zivilarbeiter“ sollen in der Bielefelder Landwirtschaft eingesetzt werden

• Bernd J. Wagner, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek •   Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden der Kreisbauernschaft Bielefeld Teilaufgaben des Ernährungsamtes für die Stadt und den Landkreis übertragen. Dazu gehörte bereits im September 1939 die Sicherung der Ernte, die angesichts der Rekrutierung junger Soldaten gefährdet erschien. Vor allem durch den Einsatz von Schülerinnen und … Weiterlesen 9. März 1940: „Polnische Zivilarbeiter“ sollen in der Bielefelder Landwirtschaft eingesetzt werden

30. September 1944: Ein Luftangriff zerstört das alte Bielefeld

• Bernd J. Wagner, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek •   Es gibt wohl kaum einen Tag während des Zweiten Weltkriegs, der sich so stark ins kollektive Gedächtnis Bielefelds geschrieben hat, wie der 30. September 1944. An diesem Tag zerstörte ein Luftangriff mit anschließendem Feuersturm große Teile der Altstadt und forderte 649 Menschenleben. Es war weder die … Weiterlesen 30. September 1944: Ein Luftangriff zerstört das alte Bielefeld

2. November 1938: Das „arisierte“ Traditionsunternehmen „M. Mosberg“ wird endgültig abgemeldet

• Dr. Jochen Rath, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek •   1938 erfasste das Deutsche Reich eine regelrechte Arisierungswelle. Immobilien – Häuser und Grundstücke – und Unternehmen aus jüdischem Eigentum gingen größtenteils zu Spottpreisen an „Arier” über. Auch der Mitte des 19. Jahrhunderts in Bielefeld gegründete Berufsbekleidungshersteller „M. Mosberg” blieb nicht verschont. Am 2. November 1938 … Weiterlesen 2. November 1938: Das „arisierte“ Traditionsunternehmen „M. Mosberg“ wird endgültig abgemeldet

18. Oktober 1938 – Eingang des ersten Antrags auf Beischreibung eines jüdischen Zwangsvornamens beim Standesamt Bielefeld

• Dr. Jochen Rath Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek •   Am 17. August 1938 wurde die Reihe der seit 1933 gegen die jüdische Bevölkerung erlassenen Sondergesetze in Deutschland um ein weiteres ergänzt. Deutsche Jüdinnen und Juden wurden nunmehr verpflichtet, ab dem 1. Januar 1939 einen ergänzenden Vornamen zu führen: Männer „Israel”, Frauen „Sara”, den sie wiederum … Weiterlesen 18. Oktober 1938 – Eingang des ersten Antrags auf Beischreibung eines jüdischen Zwangsvornamens beim Standesamt Bielefeld

28. Februar 1933: Verbot der sozialdemokratischen Tageszeitung „Volkswacht“

• Bernd J. Wagner, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek •   Wer am 28. Februar 1933 in Bielefeld die sozialdemokratische Tageszeitung „Volkswacht” kaufen wollte, wurde von den Händlern abgewiesen. Im Zeitungsformat und auf Zeitungspapier gedruckt, war an den Verkaufsstellen zu lesen: „Verboten! Das Erscheinen der Zeitung ‚Volkswacht’ ist infolge einer polizeilichen Maßnahme unmöglich”. Nur 29 Tage nach … Weiterlesen 28. Februar 1933: Verbot der sozialdemokratischen Tageszeitung „Volkswacht“

31. Juli 1942: Deportation von Juden nach Theresienstadt

• Bernd J. Wagner, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek •   Seit dem Einsetzen der Deportationen im Dezember 1941 von Bielefeld in Ghettos und Konzentrationslager sind in keinem anderen Monat mehr Juden verschleppt worden als im Juli 1942. Am 10. Juli 1942 wurden mindestens 78 Männer, Frauen und Kinder mit Wahrscheinlichkeit nach Auschwitz deportiert und ermordet. … Weiterlesen 31. Juli 1942: Deportation von Juden nach Theresienstadt

6. Mai 1937: Die vom Bielefelder Kapitän Max Pruss gelenkte „Hindenburg“ geht in Lakehurst in Flammen auf

• Dr. Jochen Rath, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek •   Die Nachricht vom Hindenburg-Unglück in Lakehurst/USA am 6. Mai 1937 erschütterte die Welt, das Deutsche Reich und mit Bielefeld auch die Stadt, in der der Kommandant Max Pruss seine Kindheit und Schulzeit verbracht hatte. Zwei Tage nach dem Absturz, der 35 Menschen das Leben gekostet … Weiterlesen 6. Mai 1937: Die vom Bielefelder Kapitän Max Pruss gelenkte „Hindenburg“ geht in Lakehurst in Flammen auf