18. Oktober 1938 – Eingang des ersten Antrags auf Beischreibung eines jüdischen Zwangsvornamens beim Standesamt Bielefeld

• Dr. Jochen Rath Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek •   Am 17. August 1938 wurde die Reihe der seit 1933 gegen die jüdische Bevölkerung erlassenen Sondergesetze in Deutschland um ein weiteres ergänzt. Deutsche Jüdinnen und Juden wurden nunmehr verpflichtet, ab dem 1. Januar 1939 einen ergänzenden Vornamen zu führen: Männer „Israel”, Frauen „Sara”, den sie wiederum … Weiterlesen 18. Oktober 1938 – Eingang des ersten Antrags auf Beischreibung eines jüdischen Zwangsvornamens beim Standesamt Bielefeld

28. Februar 1933: Verbot der sozialdemokratischen Tageszeitung „Volkswacht“

• Bernd J. Wagner, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek •   Wer am 28. Februar 1933 in Bielefeld die sozialdemokratische Tageszeitung „Volkswacht” kaufen wollte, wurde von den Händlern abgewiesen. Im Zeitungsformat und auf Zeitungspapier gedruckt, war an den Verkaufsstellen zu lesen: „Verboten! Das Erscheinen der Zeitung ‚Volkswacht’ ist infolge einer polizeilichen Maßnahme unmöglich”. Nur 29 Tage nach … Weiterlesen 28. Februar 1933: Verbot der sozialdemokratischen Tageszeitung „Volkswacht“

31. Juli 1942: Deportation von Juden nach Theresienstadt

• Bernd J. Wagner, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek •   Seit dem Einsetzen der Deportationen im Dezember 1941 von Bielefeld in Ghettos und Konzentrationslager sind in keinem anderen Monat mehr Juden verschleppt worden als im Juli 1942. Am 10. Juli 1942 wurden mindestens 78 Männer, Frauen und Kinder mit Wahrscheinlichkeit nach Auschwitz deportiert und ermordet. … Weiterlesen 31. Juli 1942: Deportation von Juden nach Theresienstadt

6. Mai 1937: Die vom Bielefelder Kapitän Max Pruss gelenkte „Hindenburg“ geht in Lakehurst in Flammen auf

• Dr. Jochen Rath, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek •   Die Nachricht vom Hindenburg-Unglück in Lakehurst/USA am 6. Mai 1937 erschütterte die Welt, das Deutsche Reich und mit Bielefeld auch die Stadt, in der der Kommandant Max Pruss seine Kindheit und Schulzeit verbracht hatte. Zwei Tage nach dem Absturz, der 35 Menschen das Leben gekostet … Weiterlesen 6. Mai 1937: Die vom Bielefelder Kapitän Max Pruss gelenkte „Hindenburg“ geht in Lakehurst in Flammen auf

13. Dezember 1941: Deportation von Juden nach Riga

• Bernd J. Wagner, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek •   Am 13. Dezember 1941 verließ gegen 15 Uhr ein Personenzug 3. Klasse der Deutschen Reichsbahn den Bielefelder Bahnhof. Die Ankunfts- und Abfahrtzeit war im regulären Fahrplan nicht vermerkt. Überdies waren die Türen der einzelnen Waggons von außen verschlossen worden. Im Zug saßen Männer, Frauen und … Weiterlesen 13. Dezember 1941: Deportation von Juden nach Riga

4. September 1935: Fritz Budde (NSDAP) wird zum Oberbürgermeister von Bielefeld ernannt

• Bernd J. Wagner, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek •   „Das kann doch nicht wahr sein! In Bielefeld gibt es eine Straße, die an einen nationalsozialistischen Bürgermeister erinnert!” Die Empörung mancher Besucher des Stadtarchivs legt sich schnell, wenn der wirkliche Namensgeber der Buddestraße genannt wird: Hermann von Budde, dem Kaiser Wilhelm II. für seine Verdienste … Weiterlesen 4. September 1935: Fritz Budde (NSDAP) wird zum Oberbürgermeister von Bielefeld ernannt

1. September 1939: Bielefelds Bevölkerung erlebt den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs

• Dr. Jochen Rath, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek •   Am 1. September 1939 las die Bevölkerung Bielefelds in den „Westfälischen Neuesten Nachrichten” (WNN) über den angeblich wiederholt bekundeten Friedenswillen des Deutschen Reiches: „Hoffen wir im Interesse einer friedlichen Entwicklung in Europa, daß der September des Jahres 1939 auch auf der Gegenseite dieses friedliche Wollen … Weiterlesen 1. September 1939: Bielefelds Bevölkerung erlebt den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs

9. November 1938: Die Pogromnacht in Bielefeld

• Dr. Jochen Rath, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek • „Das Datum, der 9./10. November 1938, bedeutete nicht nur, dass alle Synagogen in Deutschland abgebrannt wurden, sondern dass die Nazis viele jüdische Männer verhafteten, dass man jüdische Geschäfte plünderte und die Scheiben zerschlug. Von da an wurde das Leben für uns Juden mehr und mehr unerträglich”, … Weiterlesen 9. November 1938: Die Pogromnacht in Bielefeld

2. Mai 1933: Zerschlagung der freien Gewerkschaften in Bielefeld durch die Nationalsozialisten

• Dr. Jochen Rath, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek •   Die Aktion war präzise vorbereitet worden: Am 2. Mai 1933, 10 Uhr, stürmten reichsweit SA-Trupps die Gewerkschaftshäuser. Die als notwendige „Gleichschaltung” verharmloste Zerschlagung der Gewerkschaften nahm ihren Lauf – auch in Bielefeld. Dort besetzte die SA mit Unterstützung der Nationalsozialistischen Betriebszellenorganisationen (NSBO) etliche Gewerkschaftshäuser und … Weiterlesen 2. Mai 1933: Zerschlagung der freien Gewerkschaften in Bielefeld durch die Nationalsozialisten

6. März 1933: Am Bielefelder Rathaus hängt erstmals eine Hakenkreuzfahne

• Bernd J. Wagner, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek •   Am 6. März 1933 läutete eine scheinbar harmlose Provokation das Ende des Parlamentarismus in Bielefeld ein. Um 14.30 Uhr hissten acht SA-Leute und Stahlhelmer aus den Fenstern des Sitzungssaales der Stadtverordneten-Versammlung die schwarz-weiß-rote Fahne des 1918 im Ersten Weltkrieg untergegangenen Deutschen Reiches und die Hakenkreuzfahne. … Weiterlesen 6. März 1933: Am Bielefelder Rathaus hängt erstmals eine Hakenkreuzfahne