27. September 1881: Der Leiter des Kunsthauses Dr. Heinrich Karl Wilhelm Becker wird geboren

• Judith Günther, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek •   „Man sagt: Männer machen Geschichte. Dr. Heinrich Becker […] hat in Bielefeld Kunstgeschichte gemacht.“ Dieses Zitat aus der Westfälischen Zeitung vom 6. November 1961 beschreibt sehr treffend die Verdienste von Becker für die Stadt Bielefeld. Mit großem Eifer widmete er sich der modernen Kunst und legte … Weiterlesen 27. September 1881: Der Leiter des Kunsthauses Dr. Heinrich Karl Wilhelm Becker wird geboren

9. März 1940: „Polnische Zivilarbeiter“ sollen in der Bielefelder Landwirtschaft eingesetzt werden

• Bernd J. Wagner, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek •   Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden der Kreisbauernschaft Bielefeld Teilaufgaben des Ernährungsamtes für die Stadt und den Landkreis übertragen. Dazu gehörte bereits im September 1939 die Sicherung der Ernte, die angesichts der Rekrutierung junger Soldaten gefährdet erschien. Vor allem durch den Einsatz von Schülerinnen und … Weiterlesen 9. März 1940: „Polnische Zivilarbeiter“ sollen in der Bielefelder Landwirtschaft eingesetzt werden

2. November 1938: Das „arisierte“ Traditionsunternehmen „M. Mosberg“ wird endgültig abgemeldet

• Dr. Jochen Rath, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek •   1938 erfasste das Deutsche Reich eine regelrechte Arisierungswelle. Immobilien – Häuser und Grundstücke – und Unternehmen aus jüdischem Eigentum gingen größtenteils zu Spottpreisen an „Arier” über. Auch der Mitte des 19. Jahrhunderts in Bielefeld gegründete Berufsbekleidungshersteller „M. Mosberg” blieb nicht verschont. Am 2. November 1938 … Weiterlesen 2. November 1938: Das „arisierte“ Traditionsunternehmen „M. Mosberg“ wird endgültig abgemeldet

18. Oktober 1938 – Eingang des ersten Antrags auf Beischreibung eines jüdischen Zwangsvornamens beim Standesamt Bielefeld

• Dr. Jochen Rath Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek •   Am 17. August 1938 wurde die Reihe der seit 1933 gegen die jüdische Bevölkerung erlassenen Sondergesetze in Deutschland um ein weiteres ergänzt. Deutsche Jüdinnen und Juden wurden nunmehr verpflichtet, ab dem 1. Januar 1939 einen ergänzenden Vornamen zu führen: Männer „Israel”, Frauen „Sara”, den sie wiederum … Weiterlesen 18. Oktober 1938 – Eingang des ersten Antrags auf Beischreibung eines jüdischen Zwangsvornamens beim Standesamt Bielefeld

12. September 1948: Enthüllung des Gedenksteines für politisch Verfolgte auf dem Sennefriedhof

• Dagmar Giesecke, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek  •   „Mehrere hundert Teilnehmer fanden sich am Sonntagnachmittag auf dem Sennefriedhof ein, um an einer Gedächtnisstunde für die Opfer des Nationalsozialismus teilzunehmen, zu der VVN, Parteien, Kirchen, Gewerkschaft und Jugend eingeladen hatten. Nach der Niederlegung von Kränzen an den schlichten Grabhügeln der dreizehn Bielefelder Opfer, wurde das Mahnmal … Weiterlesen 12. September 1948: Enthüllung des Gedenksteines für politisch Verfolgte auf dem Sennefriedhof

28. Februar 1933: Verbot der sozialdemokratischen Tageszeitung „Volkswacht“

• Bernd J. Wagner, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek •   Wer am 28. Februar 1933 in Bielefeld die sozialdemokratische Tageszeitung „Volkswacht” kaufen wollte, wurde von den Händlern abgewiesen. Im Zeitungsformat und auf Zeitungspapier gedruckt, war an den Verkaufsstellen zu lesen: „Verboten! Das Erscheinen der Zeitung ‚Volkswacht’ ist infolge einer polizeilichen Maßnahme unmöglich”. Nur 29 Tage nach … Weiterlesen 28. Februar 1933: Verbot der sozialdemokratischen Tageszeitung „Volkswacht“

31. Juli 1942: Deportation von Juden nach Theresienstadt

• Bernd J. Wagner, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek •   Seit dem Einsetzen der Deportationen im Dezember 1941 von Bielefeld in Ghettos und Konzentrationslager sind in keinem anderen Monat mehr Juden verschleppt worden als im Juli 1942. Am 10. Juli 1942 wurden mindestens 78 Männer, Frauen und Kinder mit Wahrscheinlichkeit nach Auschwitz deportiert und ermordet. … Weiterlesen 31. Juli 1942: Deportation von Juden nach Theresienstadt

13. Dezember 1941: Deportation von Juden nach Riga

• Bernd J. Wagner, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek •   Am 13. Dezember 1941 verließ gegen 15 Uhr ein Personenzug 3. Klasse der Deutschen Reichsbahn den Bielefelder Bahnhof. Die Ankunfts- und Abfahrtzeit war im regulären Fahrplan nicht vermerkt. Überdies waren die Türen der einzelnen Waggons von außen verschlossen worden. Im Zug saßen Männer, Frauen und … Weiterlesen 13. Dezember 1941: Deportation von Juden nach Riga

4. September 1935: Fritz Budde (NSDAP) wird zum Oberbürgermeister von Bielefeld ernannt

• Bernd J. Wagner, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek •   „Das kann doch nicht wahr sein! In Bielefeld gibt es eine Straße, die an einen nationalsozialistischen Bürgermeister erinnert!” Die Empörung mancher Besucher des Stadtarchivs legt sich schnell, wenn der wirkliche Namensgeber der Buddestraße genannt wird: Hermann von Budde, dem Kaiser Wilhelm II. für seine Verdienste … Weiterlesen 4. September 1935: Fritz Budde (NSDAP) wird zum Oberbürgermeister von Bielefeld ernannt

9. November 1938: Die Pogromnacht in Bielefeld

• Dr. Jochen Rath, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek • „Das Datum, der 9./10. November 1938, bedeutete nicht nur, dass alle Synagogen in Deutschland abgebrannt wurden, sondern dass die Nazis viele jüdische Männer verhafteten, dass man jüdische Geschäfte plünderte und die Scheiben zerschlug. Von da an wurde das Leben für uns Juden mehr und mehr unerträglich”, … Weiterlesen 9. November 1938: Die Pogromnacht in Bielefeld