• Jan-Willem Waterböhr, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek Bielefeld •

Am 12. August 1924 kam der spätere Physiker und Autor Hans Joachim Gustav „Hajo“ Meyer (1924-2014) in Bielefeld zur Welt. Als dritter Sohn des jüdischen Anwalts Dr. Gustav Meyer (1884-1944) in Bielefeld und seiner Frau Therese (1890-1944) gelang ihm im Januar 1939 zunächst die Flucht in die Niederlande, wo er von der Gestapo aufgegriffen und über das Lager Westerbork im März 1943 nach Auschwitz deportiert wurde. Er überlebte die nationalsozialistische Vernichtungsmaschinerie und ließ sich nach Kriegsende erneut in den Niederlanden nieder. Erst viele Jahre später kehrte er als Besucher nach Bielefeld zurück.
Die Geschichte der Familie Meyer ist ein lebensnahes Beispiel, welche Auswirkungen die nationalsozialistische Verfolgung auch in Bielefeld hatte. Die späteren Positionen von Hajo Meyer zu dem ihm in seiner Wahrnehmung aufgezwungenen Judentum, seine daraus resultierenden Lebenserfahrungen und seine scharfen Thesen zum Israel-Palästina-Konflikt erlauben kein einfaches erinnerungskulturelles Narrativ. Er, der in den letzten Phasen seines Lebens auch als „Antisemit“ bezeichnet wurde, ist im besten Sinne eine Herausforderung: Als mahnendes und unbequemes „Opfer“ des Nationalsozialismus, Hobbygeigenbauer sowie als facettenreicher Mensch.
Familie Meyer in Bielefeld und in der Welt
„Halacha, the jewish religious, ment nothing to us. Ethics, performance, effort, that was the important thing“, erinnern sich die Brüder Alfred (1920-1998) und Hajo Meyer später an ihre Familie. Die Ideen des Reformjudentums nach Moses Mendelsohn zu Bildung, Deutschem Klassizismus, Musik, Theater oder Opern seien wichtig gewesen. Gegen religiöse Bräuche und Traditionen habe er, Alfred, einen starken inneren Widerstand entwickelt. Hajo scherzt, zu Jom Kippur – dem sog. Versöhnungstag, dem höchsten jüdischen Feiertag – habe es meistens kurzfristig etwas Leckeres zu essen gegeben, sonst nichts. Die Familie und v.a. die Eltern Gustav und Therese empfanden sich als deutschnational, denen die Erinnerung an die „Freiheitskriege“ 1864 und 1871 identitätsstiftend waren. Sie pflegten keinen Hurra-Patriotismus, sondern eine tiefe Liebe zu ihrem Vaterland. Alfred beschreibt die Weihnachtsfeier 1933 mit Weihnachtsbaum, da es ein deutsches und kein christliches Fest sei, habe seine Mutter gemeint. Gemeinsam hätten die Eltern durch die Zuwendung, Intelligenz und Warmherzigkeit Thereses ein zu Hause für die drei Söhne geschaffen, denen es intellektuell und materiell an nichts fehlte, auch wenn Gustav aufgrund der Berufstätigkeit häufig distanziert war. Spätestens mit ihrer Flucht brachen die drei Söhne mit der Milieutradition des typisch deutsch-assimilierten Reformjudentums, so Alfred in einer späteren Selbstreflexion.

Dr. Gustav Meyer (6. Juni 1884, Herford bis 15. Mai 1944, Theresienstadt) studierte Jura an der Universität Leipzig, gehörte der Studentenverbindung Alsatia Leipzig an und praktizierte seit 1911 in Bielefeld in einer eigenen Kanzlei am Niederwall als Rechtsanwalt. Therese Meyer geborene Melchior (14. Dezember 1890, Dortmund bis 10. Dezember 1944, Auschwitz) und er lernten sich während des Ersten Weltkriegs im Lazarett Lötzen/Gizycko kennen. Gustav war 1916 im Einsatz als Frontsoldat und Unteroffizier bei Tannenberg mit einem Lungenschuss verwundet und von Therese als Rot-Kreuz-Schwester versorgt worden. Sie hielten anschließend Briefkontakt und heirateten im November desselben Jahres. Sie kehrten gemeinsam nach Bielefeld zurück. Gustav gründete die Bielefelder Ortsgruppe des „Reichsbunds jüdischer Frontsoldaten“, eine Organisation, die im Gegensatz zu zionistischen Gruppen mehrheitlich die Assimilation der Juden in die Deutsche Gesellschaft anstrebte. Sie veröffentlichten u.a. das Gedenkbuch „Die Jüdischen Gefallenen des deutschen Heeres, der deutschen Marine und der deutschen Schutztruppen 1914-1918“, welches die 12.000 Namen der im Ersten Weltkrieg gefallenen Juden beinhaltet. Darüber hinaus war Gustav Meyer auch Mitglied in der linksliberalen Deutschen Demokratischen Partei (DDP), die sich später mit der Volksnationalen Reichsvereinigung zur Deutschen Staatspartei zusammenschloss und einen nationalen sowie in Teilen antisemitischen Kurs einschlug.

Mit der Einführung der Nürnberger Gesetze am 15. September 1935 verlor auch Dr. Gustav Meyer seine Zulassung als Anwalt und Notar und durfte fortan nur jüdische Mandantinnen und Mandanten vertreten – von früheren, berufseinschränkenden Gesetzen war er als zugelassener Anwalt und als Veteran nicht betroffen. Am 13. Juli 1934 hatte er noch das Ehrenkreuz für Frontkämpfer erhalten, welches von Reichspräsident Paul von Hindenburg (1847-1934) gestiftet und nach dessen Tod im Namen Adolf Hitlers verliehen wurde. Am 27. September 1938 verlor er schließlich mit der Fünften Verordnung des Reichsbürgergesetzes auch seine Zulassung als Rechtsanwalt. Er konnte seitdem lediglich als letzter jüdischer Rechtskonsulent in Bielefeld „zur rechtlichen Beratung und Vertretung von Juden“ tätig sein. Nach dem Pogrom am 9. November 1938 erhielt er noch einige weitere Aufträge.
Therese Meyer war die einzige Tochter unter drei Brüdern der wohlhabenden Familie Melchior aus Lünen. Sie wurde später von ihrem Sohn Alfred als „verkappte Feministin“, beschrieben, „die sich als Hausfrau und Mutter beengt gefühlt hat.“ Mit ihr sei eine belesene und in Folge vieler Reisen weltgewandte Frau nach Bielefeld gekommen. Ihren Beruf als ausgebildete Krankenschwester übte sie nach dem freiwilligen Dienst im Ersten Weltkrieg vermutlich nicht mehr aus. Allgemein ist über Therese bisher wenig bekannt – eine genaue und gezielte Analyse der Briefe mit Gustav Meyer sowie der Berichte ihrer Söhne steht noch aus. Daher soll sie eine Stimme mit einem Teil ihres Abschiedsbriefes an ihre Söhne im Ausland vom 21. März 1943 bekommen, der die enge familiäre Beziehung verdeutlicht:

„Wenn wir auch noch immer nicht die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Euch Allen aufgeben, so ist doch die Chance durch die neuste Wendung [Bescheid zur Deportation] in unserem Schicksal erheblich herabgemindert. […] Wie glücklich machte uns die Nachricht, daß wir durch Dich, Rolf, eine Tochter [Dina] bekommen hatten, der wir nach allem, was wir über sie hörten, herzlichste Liebe entgegen brachten. […] Dir, Ali [Alfred], hast die richtige Consequenz der neuen und hoffentlich besseren Heimat gegenüber gezogen. Mögest Du die schweren Kriegsjahre gesund überstehen und dann in Friedenszeiten ein häusliches Glück und eine gesicherte Existenz finden. […] Und nun zu unserem Hajo: Wir sind infolge der letzten Nachrichten in Sorge um ihn. Wir vertrauen aber auf seine Besonnenheit und – auf seinen guten Stern. Wer mit soviel Energie und Tapferkeit sich 4 Jahre lang durchgeschlagen hat und sich soviel gute Freunde erworben hat, dem wird es hoffentlich gelingen, sich bis zum hoffentlich nicht mehr fernen Frieden, aufrecht zu halten […] Was uns nun in Theresienstadt erwartet, wissen wir nicht. […] Wir wollen den frohen Vorsatz mit hinaus nehmen, alles zu tun, um ein Wiedersehen mit unseren Kindern zu ermöglichen – das ist auch der einzige Gedanke, der uns die Kraft geben wird, alles Schwere zu ertragen und zu überwinden. Wenn das Schicksal es aber anders mit uns vorhat, daß wollen wir auch nicht murren, sondern dankbar dafür sein, daß wir 27 Jahre lang eine nie getrübte harmonische Ehe geführt haben, daß wir Euch 3 Kinder in die Welt setzen durften, auf die wir voll Glück und Stolz blicken und deren wir bis zum letzten Atemzug voll inniger Liebe gedenken […] ….Therese“
Gustav und Therese Meyer wurden am 12. Mai 1943 aus Bielefeld mit dem Transport IX/2, Nr. 27 nach Theresienstadt deportiert. Sie blieben vermutlich deshalb solange verschont, da Gustav als Veteran weiterhin respektiert war. Am 18. Juni 1943 schrieb Alfred an seinen Bruder Rolf, nachdem er von der Deportation und den Abschiedsbriefen erfahren hatte, ohne sie gelesen haben zu können:
„I have heard and read enough details of the Nazi methods of deportation to make their picture rise before my eyes in various horrible circumstances; I see them cling to each other, support each other as they have for almost thirty years, and the picture breaks my heart.“
[Ich habe genug Details über die Nazi-Methoden der Deportationen gehört und gelesen, sodass ihr Bild mir innerlich in verschiedenen, schrecklichen Situationen erscheint. Ich sehe sie aber auch einander festhaltend und sich gegenseitig unterstützend, wie sie es nun seit nunmehr 30 Jahren getan haben. Dieses Bild bricht mir das Herz.]
Aufgrund der hygienischen Bedingungen und der schlechten körperlichen Verfassung verstarb Dr. Gustav Meyer am 15. Mai 1944 an Tuberkulose – auch eine Folge der Verwundung im Ersten Weltkrieg. Damit verlor Therese Meyer ihren „Schutzstatus“ und wurde am 12. Oktober 1944 mit dem Transport Eq. Nr. 747 von Theresienstadt nach Auschwitz deportiert. Dort starb sie am 10. Dezember 1944 unter bisher ungeklärten Umständen. Dr. Leo Turksma schreibt in Zusammenarbeit mit Hajo Meyer über ihren Tod: „Therese hatte versteckt in einem Brot eine Zyankalikapsel zugeschickt bekommen, und da im Lager hinlänglich bekannt war, wie gering die Überlebenschancen in Auschwitz waren, wählte sie den Freitod.“ (Meyer 2014, S. 16). Alfred Meyer erhielt von Bekannten die Nachricht über dem Tod des Vaters und leitete die wenigen Zeilen am 9. Dezember 1944 an seinen Bruder Rolf in England weiter: „Your beloved father, very ill [Tuberkulose] since March 13, died May 15 1944. Your mother nursed him to the end.“ Vom Tod der Mutter erfuhr Alfred erst bei einem Verwandtenbesuch in Oerlinghausen am 12. April 1945. Ihn plagte bis an sein Lebensende die Frage, ob man nicht mehr für die Eltern hätte tun können:
„Natürlich verfolgen mich in Deutschland auch die Geister meiner ermordeten Eltern und vieler Freunde und Verwandte. Wer die Endlösung überlebt hat, kann nicht umhin, sich oft zu fragen, warum ihm das Schicksal aller anderen erspart geblieben ist. […] Hätte man nicht vielleicht mehr tun können, um die Eltern zu retten, um dem Bruder zehn Monate Auschwitz zu ersparen?“
Die drei Söhne mussten das Schicksal der Eltern nicht teilen. Mit ihrer Unterstützung konnten Rudolph „Rolf“, Alfred „Ali“ und Hajo Meyer im Laufe des Jahres 1939 auswandern und entgingen teilweise der weiteren Verfolgung.

Rudolf Gerhard „Rolf“ Meyer (20. September 1917, Bielefeld bis 21. April 1983, Manchester/UK) war der älteste der drei Söhne. Sein musikalisches Talent an der Flöte wurde schon früh gefördert. Er besuchte die Lessing-Oberrealschule in Bielefeld, die er jedoch schon 1933 verlassen musste, da Gustav Meyer in Folge der ersten Boykotte das Schulgeld nicht mehr aufbringen konnte. Er absolvierte eine Ausbildung in den Koch’s Adler Nähmaschinenwerken und legte die Gesellenprüfung 1935 ab. Das im Anschluss begonnene Diplomingenieursstudium in Chemnitz konnte er aus „rassischen“ Gründen nicht mehr beenden – am 9. Mai 1939 kehrte er nach Bielefeld, zu seinen Eltern in die Lützowstraße 10 zurück. Schon einen Monat später, am 7. Juni 1939, gelang seine Flucht über die Niederlande nach Manchester in England, wo er sich anschließend mit seiner Frau „Dina“ geborene Ehrenreich, die ebenfalls geflüchtet war, niederließ. Nach Ende des Kriegs kehrten sie nicht nach Deutschland zurück. Er starb am 21. April 1983 in Manchester, England.
Georg Alfred „Ali“ Meyer (5. April 1920, Bielefeld bis 22. April 1998, Ann Arbor (Kalifornien/USA)) schloss am 5. März 1938 die Reifeprüfung am Ratsgymnasium ab und begann im Anschluss eine kaufmännische Lehre an der Groneschen Sprach- und Handelsschule in Hamburg, um sich auf ein Jurastudium vorzubereiten. Schon vor Rolf kehrte er jedoch nach Bielefeld zurück. Sein zweiter Fluchtversuch am 4. September 1939 zu Verwandten nach Santa Ana Kalifornien/USA gelang – ein erster Versuch im August 1939 war gescheitert: Das Schiff aus Hamburg musste in den Heimathafen zurückkehren. In den USA betätigte er sich zunächst als Stenograph und verpflichtete sich dann freiwillig 1941 in der US-amerikanischen Armee – er brachte es bis zum Leutnant. Später erinnerte er sich:
„Für mich war der Krieg ein persönlicher Feldzug gegen das Land, das mich erniedrigt und verstoßen hatte. Es brannte mir unter den Solen, dabei zu sein, und als Amerika tatsächlich offiziell mit dem Reich im Krieg stand, habe ich mehrmals vergeblich versucht, mich an einem kämpfenden Truppenteil zu melden. Erst im Sommer 1944 bin ich einer Infanteriedivision zugeteilt worden.“
Mit der 29. Infanterie als GI wurde Alfred Meyer 1944 bis Kriegsende in Europa und 1945 vornehmlich im Rheinland und in Münster eingesetzt. Während einer Stationierung in Warendorf konnte er sich einen Tag freinehmen und Bielefeld besuchen. Eindrücklich schildert er die Bilder des zerstörten Bielefelds und des ehemaligen Wohnhauses in einem Brief vom 13. Mai 1945 an seinen Bruder Rolf – nach dem Kriegsende in Bielefeld:
„About the damage in Bielefeld: That is all bomb-damage. The City was taken without fighting, after Oberbürgermeister Budde had fled. All the houses in Kavalleriestraße are in ruins. Of cause there was no FRAU SERING standing … out of No. 12, because the house, like every other house in that street, is completely in ruins. With Ursula, I went into Lützowstr. 10. My uniform was some/my invitation. Someone from upstairs had key, otherwise I would have broken the door open (The house where we lived from 1938 onwards and from where the parents were deported). The groundfloor is empty. The people who lived in it fled from the … . I went through all the rooms but did not see one piece of any furniture.“
[Zu den Zerstörungen in Bielefeld: Es ist alles zerbombt. Die Stadt wurde ohne Kampf eingenommen, nachdem Oberbürgermeister Budde geflohen war. Alle Häuser in der Kavalleriestraße sind Ruinen. Selbstverständlich war FRAU SERING aus Hausnummer 12 nicht mehr da, weil das Haus wie alle anderen in der Straße ebenfalls eine Ruine war. Mit Ursula zusammen bin ich zur Lützowstraße 10 gegangen. Meine Uniform hat mir den Zugang gewährt. Die oberen Bewohner hatten einen Schlüssel, sonst hätte ich die Tür eingetreten – das ist das Haus, in dem wir seit 1938 lebten, von dort aus wurden unsere Eltern deportiert. Der Fußboden war leer. Die Personen, die hier gelebt haben, sind geflohen vor diesem … Ich bin durch alle Räume gegangen, konnte aber kein einziges der Möbelstücke mehr finden.]
Über Bremen und Paris kehrte er in die USA zurück, für seinen Dienst erhielt er den Bronce Star. Er studierte anschließend Slawistik und Politik an der Havard-University, schlug eine akademische Karriere ein und erhielt 1966 einen eigenen Lehrstuhl an der University of Michigan – zuvor konnte er 1958 eine Gastprofessur an der Freien Universität Berlin übernehmen. Im selben Jahr kehrte er einmal mehr nach Bielefeld zurück: Anlass war das 400. Jubiläum des Ratsgymnasiums. Er wurde 1990 emeritiert. Am 4. Februar 1991 erhielt er das Bundesverdienstkreuz für seine Verdienste um die deutsch-amerikanischen Beziehungen. Er starb am 22. April 1998 in Ann Arbor an Herzversagen, wo er sich seit 1965 niedergelassen hatte. Er hinterließ seine Frau Eva, geborene Apel, und zwei Kinder.
Verfolgung und Rückkehr Hajo Meyers

Hans Joachim Gustav „Hajo“ Meyer (12. August 1924, Bielefeld bis 23. August 2014, Heiloo/NL) erlebte die Zeit des Nationalsozialismus gänzlich anders und viel direkter als seine Brüder. Er besuchte die Volksschule und von Ostern 1934 bis zum 15. November 1938 das Ratsgymnasium. Schon als Kind spielte er gerne Geige. Über die Erlebnisse in der Pogromnacht am 9. und 10. November 1938 in Bielefeld schreibt Hajo Meyer Ende der 1990er-Jahre in einem Brief an Dr. Monika Minninger:
„Die persönlichen Erinnerungen an die fatale Nacht sind etwas aussergewöhnlich. Wir hatten kein Geschäft und daher auch kein Schaufenster[,] das eingeschlagen und geplündert wurde. Mein Vater, dem, da er Jude war, die Anwaltschaft entzogen worden war[,] durfte als einziger noch zugelassener sogenannter Rechtskonsulent jüdische Klienten vor Gericht und bei der Gestapo verteidigen. Ich entsinne mich noch ganz deutlich[,] dass am frühen Morgen des 10. November unser Haus voll war von völlig verzweifelten Frauen[,] die meinen Vater anflehten zu versuchen[,] Ihre ins KZ [Buchenwald] abgeschleppten Männer, Väter, Söhne wieder heraus zu bekommen. In einigen Fällen, wenn es sich um verdienstvolle Frontkämpfer handelte, konnte mein Vater wohl tatsächlich damals noch etwas erreichen. Wie wir heute leider wissen[,] war die Nacht des neunten November ja nur ein Auftakt!“
Die Schule musste er verlassen, weil er Jude war – dass ihm die Bildung (zunächst) verwehrt blieb, prägte sein restliches Leben nachhaltig. Mit 14 Jahren konnte er in einem Kindertransport am 4. Januar 1939 der Verfolgung zunächst entkommen. Er kam in mehreren niederländisches Flüchtlingslagern und Kinderheimen unter. Sein Auskommen verdienter er als Tagelöhner, Mechaniker und Metallarbeiter. Die Zeit, berichtete Hajo später, sei von viel Langeweile geprägt gewesen, in der er seinen Hunger nach Wissen und Bildung entwickelt habe. Ende desselben Jahres konnte er in einem sogenannten Hachschara (von hebräisch Hachscharah, zu deutsch ‚Vorbereitung, Tauglichmachung‘) in Wieringen unterkommen. Die jüdische Ausbildungsstätte bereitete die Schülerinnen und Schüler für die Ausreise und das Leben in Palästina vor. Für Hajo war es eine glückliche Zeit, an die er sich gerne erinnerte. In einer Razzia im März 1941 unter dem Befehl von SS-Obersturmführer Klaus Barbie (1903-1991) wurde das Hachschara aufgelöst, alle Bewohner festgenommen und im Konzentrationslager Mauthausen ermordet. Weil Hajo recht klein und jung war, wurde er von einem SD-Beamten vorher einfach weggeschickt („abhauen!“) und entkam erstmals der Deportation sowie dem sicheren Tod. Er kam anschließend wieder in ein Kinderheim nach Amsterdam.
Trotz aller Widrigkeiten konnte er eine Schlosserausbildung absolvieren und von 1942 bis September 1943 sein Abitur nachholen. Direkt im Anschluss ging Hajo in den Untergrund und versteckte sich in dem Haus seiner Pflegeeltern in Blaricum, zwischen Amsterdam und Amerfoort. Zu diesem Zeitpunkt brachen die Kontakte zu den Eltern und auch zu den Brüdern ab. Hajo erinnerte sich später, dass es dort kein Lebens-, sondern nur ein Überlebensgefühl gab. Man habe zu dem Zeitpunkt schon mitbekommen. Dass das eigene Leben in Gefahr war, weil ihn und sein Umfeld die Todesnachrichten („Herzversagen“) der ehemaligen Kameraden aus Mauthausen erreichte, dass es sich aber um gezielte, systematische Tötungen und Massenmorde handelte, habe er in seinem jungen Alter verdrängt oder nicht wahrhaben wollen.
Das Glück verließ ihn: Am 21. März 1944 wurde er beim Holzholen in seinem Versteck von der Gestapo aufgefunden und festgenommen. In Den Haag geriet er an einen SS-Mann „Koch“, dessen Frau von dem Dorfarzt Dr. Meyer in Oerlinghausen, dem Onkel von Hajo, das Leben gerettet wurde. Er schickte Hajo daraufhin in das Durchgangslager Westerbork und nicht direkt zur Exekution. Von dort aus wurde er nach Auschwitz deportiert. Aufgrund seiner Erfahrung als Metallarbeiter konnte er beim Aufbau des Lagers Gleiwitz und später im Reichsbahnausbesserungswerk arbeiten – die Arbeit sei leichter und im Winter wärmer als die seiner Mithäftlinge gewesen. Laut eigenen Schilderungen wurde er zweimal „für den Ofen“ ausgewählt: Einmal sei er jedoch übersehen worden und beim zweiten Mal wären die sowjetischen Truppen zu nah für eine Mordaktion gewesen.
In Auschwitz lernte Hajo den „Freund fürs Leben“ Jos Slagter (1907-1977) kennen, einen holländisch-jüdischen Kommunisten („marxistischer Arbeiter“). Sie halfen sich gegenseitig in der Haft, teilten ihr Essen und überlebten die Zeit im Konzentrationslager. Hajo betonte in verschiedenen Interviews mehrmals, dass das nicht-allein-Sein eine der wichtigsten Stützen in Auschwitz war und seine Überlebenschancen erhöht habe. Einen tieferen Einblick gibt die Kurzdokumentation „My Good Fortune in Auschwitz“ (2015), in der Hajo über seine Freundschaft mit Jos und die gemeinsamen Erlebnisse in Auschwitz berichtet.
Von all diesen Umständen bekamen seine Brüder und seine Eltern nichts mit. Auch Hajo berichtete in späteren Zeiten nur wenig über seine Zeit in Westerbork und Auschwitz. Die teilweise überlieferte Korrespondenz seiner Brüder Rolf und Alfred berichtet lediglich, dass sie ab November 1943 nichts mehr von Hajo hörten. Vermutlich hatten sie seit Ende 1943 bis Juni 1945 keine Nachricht von ihm erhalten. Am 30. Juni 1945 schildert Alfred in einem Brief an Rolf über seinen Besuch in Amsterdam:

„One man who talked to me on the street gave me the address of a Jewish committee which would be open on Sunday morning (Not even the police had named me that committee), and there I went the next morning. By pure chance, a boy happened to be in the office, when I asked about Hajo, who had heared Hajo’s name from his brother and seen him two days ago. He did not know his adress, but knew that of his best friend (Emanuel). There I went, and found him, shaving his weak little beard.“
[Ein Mann, den ich auf der Straße angesprochen hatte, gab mir die Adresse des „Judenkomitees“, welches am Sonntagmorgen erreichbar sein sollte (nicht einmal die Polizei hatte mir das Komitee genannt), sodass ich am nächsten Morgen direkt hingegangen bin. Durch puren Zufall war ein Junge in dem Büro, als ich nach Hajo fragte. Er hatte Hajos Namen über seinen Bruder gehört und ihn vor zwei Tagen gesehen. Er kannte seine Adresse nicht, aber die von seinem besten Freund (Emanuel). Ich ging zu der Adresse und traf ihn dort, als er seinen Möchtegernbart rasierte.]
Dass viele Details seiner Verfolgung heute dennoch bekannt sind, liegt einzig daran, dass Hajo Meyer nicht nur die Shoah überlebte, sondern später die Briefe aus dieser Zeit publizierte und er selbst nicht müde wurde, bis in ein hohes Alter Schülerinnen und Schülern sowie anderen Interessierten von seinen Erlebnissen und seinem Überlebenskampf zu berichten.
Wie im Dokumentar-Interviewfilm der niederländischen Regisseurin Jaqueline de Bruijn deutlich wird, wurde Hajo Meyer nach einem Todesmarsch aus Auschwitz im Januar 1945 von den Sowjets befreit und gelangte über Odessa und Marseille wieder nach Amsterdam. Als Staatenloser habe er Angst gehabt, in Russland oder anderswo verloren zu gehen, berichtete er später. In Amsterdam traf er, wie geschildert, einige Wochen später seinen Bruder Alfred am 9. Juni 1945 wieder, bevor dieser in die USA zurückkehrte.
Nach dem Krieg erlangte er 1956 den Doktortitel für Physik an der Universität Amsterdam und leitete das Forschungslabor der Firma Philips in Eindhoven. Zeit seines Lebens fühlte er sich trotzdem entwurzelt. Nachdem er 1984 in Pension ging, baute er bis zum Jahr 2000 etwa 50 Geigen und Bratschen, was zu seinen langjährigen Hobbys und Leidenschaften gehörte. Hajo Meyer verstarb am 23. August 2014 im Alter von 90 Jahren.
Hajo Meyer ein Antisemit?
Mit dem Beginn der zweiten Intifada am 28. September 2000 begann Hajo Meyer, sich dezidiert politisch zu äußern:
„Die Israelis verhalten sich meiner Meinung nach so, als litten sie unter dem ‚battered Child Syndrome‘: Sie erpressen die Welt mit jenem Leid, dass den Juden einst angetan worden ist. Dabei muss doch das Prinzip gelten: Leid, das man erfahren hat, kann nie wiedergutgemacht werden durch Leid, das man jemand anderem zufügt, vor allem dann nicht, wenn der andere mit dem früher erfahrenen Leid nichts zu tun hat.“ (Meyer 2014, S. 310)
Damit sind die letzten 15 Jahre seines Lebens angesprochen: die publizistische Tätigkeit zum Konflikt zwischen Israel und Palästina. Seine Positionen sind heute wie damals umstritten und sollen nachfolgend nur in einigen groben, unvollständigen Linien skizziert werden. Sie können und müssen in seinen Publikationen nachgelesen und kritisch betrachtet werden. Ungeachtet einer inhaltlichen Bewertung sind seine Positionen wohl auf seine Lebens- und Verfolgungserfahrungen sowie auf die familiäre Sozialisation zurückzuführen.
In vielen seiner Thesen versucht er „Antisemitismus“ als Begriff vom „Antizionismus“ zu trennen, da er für beide unterschiedliche Traditionslinien ausmacht. Während „Antisemitismus als Manifestation von Verfolgung und Diskriminierung einer macht- und wehrlosen Gruppe“ gelte, sei „Antizionismus“ die Reaktion auf „aggressive Zionisten“ und Nationalisten, die „aufgrund eschatologischer Endzeiterwartungen – vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) – die grausame und räuberische Siedlungspolitik Israels in den besetzten palästinensischen Gebieten“ propagiere und unterstütze. „Inzwischen aber hat sich durch die Existenz des Staates Israel die Situation der vollständigen politischen Machtlosigkeit in ihr Gegenteil verkehrt“, weshalb „Antisemitismus“ ohne Auschwitz in den Diskussionen gedacht werden müsse. Andernfalls werde jede kritische Position gegenüber der Politik Israels verhindert.
Ob ihn diese Positionen zu einem „Menschenfreund“ und Opfer der Politik Israels machen (Rupert Neudeck), oder ob er damit antisemitische Positionen vertritt, ist an anderer Stelle diskutiert worden: Henryk M. Broder nannte ihn und seinen Verleger Abraham Melzer 2005 „koschere Antisemiten“. Sie hatten zuvor Hajos Buch Das Ende des Judentums (2005) veröffentlicht und in Leipzig vorgestellt. Sie hätten dort „den Adolf gemacht“, formulierte Broder polemisch. Daraufhin erwirkten die beiden Beschuldigten eine einstweilige Verfügung gegen die Verbreitung dieser Aussage. Das darauffolgende Gerichtsurteil 2006 fiel zu ihren Gunsten aus und Broder durfte die polemische Kritik nicht weiterverbreiten. 2007 entschied jedoch das Oberlandesgericht in Frankfurt letztinstanzlich, dass Broders Kritik von der Meinungsfreiheit gedeckt sei und es einen jüdischen Antisemitismus geben kann.
Auch wenn die juristische Bewertung vorerst abgeschlossen erscheint, ist die inhaltliche Auseinandersetzung mit den geäußerten Positionen aktueller denn je. Man mag die Positionen Hajo Meyers unterschiedlich bewerten – eine weiterführende Auseinandersetzung steht noch aus. Die Schuldumkehr, die Juden und Israel seien selbst am Holocaust und am Krieg in Nahost schuld, ist jedoch ein bis heute anhaltendes Motiv der „Israelkritik“ (sic!) und nicht zuletzt des Antisemitismus, der in vielen gesellschaftlichen Gruppen, Denkschulen und politischen Strömungen einen Niederschlag findet. Man mag aber auch nachvollziehen, dass die Argumentation seiner Kritik wohl wesentlich von der Verfolgungserfahrung und der eigens erlebten Verweigerung von Bildung und Ausbildung beeinflusst war, wie er selbst in dem Dokumentarfilm von Jaqueline de Bruijn sagt. Ob seine Positionen dadurch glaubwürdiger oder plausibler werden, muss zumindest hinterfragt werden.
Dennoch dürfen seine Positionen nicht ohne den Bezug zu seiner Familie und seinen eigenen Lebenserfahrungen verstanden werden. Im Spiegel der jüngeren Ereignisse des 7. Oktobers 2023 erscheinen seine Positionen allerdings als wenig konstruktiv, sondern vielmehr eskalierend. Daher soll mit den hier vorgestellten Kontexten an keiner Stelle das Problempotential seiner Thesen relativiert werden. Die Herausforderung liegt in der Auseinandersetzung mit diesen, seiner Person und seinen Lebenserfahrungen, insbesondere in der Erinnerungskultur, die sich mit der Zeit von 1933 bis heute befasst.
Erinnerung an Hajo und Familie Meyer in Bielefeld
Die Stolpersteine in Bielefeld für Dr. Gustav, Therese, Rolf und Alfred Meyer wurden schon 2013 vor dem Haus in der Kavalleriestraße 14 gelegt, in dem die Familie zwischen 1922 und 1936 lebte. Der Ort gilt als letzter freiwilliger Wohnsitz, bevor sie 1936 zunächst in die Niedernstraße 43 zogen und Gustav und Therese 1942 in das „Judenhaus“ Lützowstraße 10 (heute: Karl-Eilers-Straße) eingewiesen wurden. Bei der ersten Verlegung der Stolpersteine 2013 war Hajo selbst zugegen. Nach seinem Tod ein Jahr später folgte auch für ihn die Verlegung eines Stolpersteins in der Kavalleriestraße 14. Damit liegen nun fünf Stolpersteine für die fünf geflüchteten und ermordeten Mitglieder der Familie Meyer und erinnern an ihr Leben mitten in Bielefeld. Die Namen von Dr. Gustav und Therese Meyer sind ebenfalls auf dem Mahnmal am Bielefelder Hauptbahnhof „Jede ermordete, jeder ermordete hat einen Namen“ eingraviert.
Der 2022 fertiggestellte Interviewfilm „HaJo – Ein jüdischer Flüchtling“ von Jacqueline de Bruijn zeigt einen lebensfrohen, lustigen und fröhlichen älteren Mann, der in Amsterdam, Bielefeld, Berlin und anderen Städten von seiner Verfolgungsgeschichte erzählt und seine Erfahrungen mit der Welt teilt. Er zeigt aber auch eine nachdenkliche, wütende und teilweise gebrochene Persönlichkeit, der ein Abschluss nicht gelingt und daran auch kein Interesse zeigt. Im Sommer 2023 führten Schülerinnen und Schüler im Literaturkurs des Bielefelder Ratsgymnasiums ein selbst verfasstes Theaterstück zu verfolgten und deportierten Schülern der eigenen Schule während des Nationalsozialismus unter dem Namen „Sehen“ auf – eine der dargestellten Biographien war die von Hajo Meyer.
Die Erinnerung an Hajo und die gesamte Familie Meyer muss mehrere Facetten aufweisen und sich über die Personen integrieren: Die „rassische“ Fremdbestimmung zu „Juden“ durch die Nationalsozialisten als Herrschafts- und Vernichtungsinstrument auf der einen, sowie Zurückgewinnung von Identitäten verfolgter Personen zwischen 1933 und 1945 und darüber hinaus auf der anderen Seite. Die Familie Meyer ist ein Beispiel aus dem Bielefelder Alltag, dass Opfer nicht nur Opfer, sondern Menschen waren, deren Biographie nicht auf die Zeit des Nationalsozialismus beschränkt werden kann. Mit ihnen können einzelne Aspekte der Judenverfolgung und der Shoah im Herzen Bielefelds lebensnah und detailliert dargestellt werden. Dass besonders Hajo ein unbequemes „Opfer“ war, der nicht in die „Idealvorstellungen“ der deutschen Erinnerungskultur der 2000er und 2010er Jahren passt, zwingt bis heute zur weiteren Differenzierung im Umgang mit seiner Person, ohne(!) ihn erneut aus der Gesellschaft auszuschließen.
Quellen
- Arolsen Digital Archives/DocID: 131831976 (Hans MEJER): https://collections.arolsen-archives.org/de/document/131831976
- Arolsen Digital Archives/DocID: 130341707 https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130341707
- Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 104,3/Einwohnermeldeamt, Nr. 18.: Meldekartei Bielefeld-Mitte, 1920-1958
- Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 109,003/Wiedergutmachung Stadt, Nr. B 139
- Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 200,110/NL Minninger, Nr. 70
- Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 200,137/NL Alfred Meyer, Nr. 6
- Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 200,137/NL Alfred Meyer, Nr. 7
- Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 300,8/Judaica, Nr. 114
- Stadtarchiv Bielefeld, Bestand, 400,7/Filme, Nr. 112: Schicksale jüdischer Zeitzeugen. Bielefeld bis Auschwitz
Literatur
- Meyer, Alfred G., Mein Verhältnis zu Deutschland und zum Jude sein, in: Joachim Meynert (Hrsg.), Ein Spiegel des eigenen Ich. Selbstzeugnisse antisemitisch Verfolgter, Bielefeld 1988, S. 158-185
- Meyer, Hajo, Briefe eines Flüchtlings 1939-1945. Ein jüdischer Junge im holländischen Exil, Berlin 2014
- Meyer, Hajo, Judentum, Zionismus, Antizionismus und Antisemitismus. Der Versuch einer Begriffsbestimmung, Berlin 2009
- Meyer, Hajo, Die Wiederkehr des Bösen? Texte zu Antisemitismus und Antizionismus, Berlin 2012
- Minninger, Monika, Aus der Hochburg des Reformjudentums 2006
- Minninger, Monika, Meyners, Joachim, Schäffer, Friedhelm, Antisemitisch Verfolgte registriert in Bielefeld 1933-45. Eine Dokumentation jüdischer Einzelschicksale, Bielefeld 1985
- Minninger, Monika, Stüber, Anke, Klussmann, Rita, Einwohner – Bürger – Entrechtete. Sieben Jahrhunderte jüdisches Leben im Raum Bielefeld, Bielefeld 1988
- Wagner, Bernd J., Deportationen in Bielefeld und Ostwestfalen 1941-1945, in: Asdonk, Jupp u.a. (Hrsg.), „Es waren doch unsere Nachbarn“. Deportationen in Ostwestfalen-Lippe 1941-1945, Bielefeld 2012
Internetquellen
- Feuerherdt, Alex (2007), Henryk M. Broder: „Den Adolf gemacht“: Tagesspiegel.de URL
- Fischer, Karin (2006), Gibt es einen jüdischen Antisemitismus?: Deutschlandfunk.de URL
- Meyer, Hajo (2015), My Good Fortune in Auschwitz: Vimeo URL
- Meyer, Hajo: Stolperstein-Initiative Bielefeld e.V. URL
- Rath, Jochen (2015), 4. April 1945: Kriegsende in Bielefeld: Historischer RückKlick Bielefeld URL
- Stein, Hannes (2006), Wer ist Antisemit? Henryk M. Broder und Hajo Meyer vor Gericht: Welt.de URL
Dokumentationen
- Bruin, Jaqueline de, Hajo. Ein jüdischer Flüchtling, Film von 2022.
Hinweis zur Zitation:
Waterböhr, Jan-Willem, 12. August 1924: Der jüdische Physiker und Holocaust-Überlebende Hajo Meyer wird in Bielefeld geboren, https://historischer-rueckklick-bielefeld.com/2024/08/01/01082024/, Bielefeld 2024


